Karate für Menschen mit Down-Syndrom

ayumiayumi17. Juni 2019

IKONS ist ein vom ERASMUS+ SPORT-Programm mitfinanziertes Projekt, welches am 1. Januar 2019 gestartet wurde und 36 Monate laufen wird. Die Projektpartner stammen aus folgenden europäischen Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, Ungarn, Rumänien und Italien. In Österreich und im deutschsprachigen Raum ist Karate Bregenz verantwortlich.

 

IKONS – Es geht darum, ein spezielles Kampfkunst Training (Karate) für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen anzubieten. Dabei wird analysiert, wie sich das auf die kognitiven und motorischen Fähigkeiten auswirkt und wie sich die Teilhabe sowie die Stimmung der Probanden verändert. Auch das Umfeld wird einbezogen. Karate ist als gesundheitsfördernde Sportart anerkannt, wirkt sich vielseitig positiv aus und hat auch einen Selbstverteidigungsaspekt. 

Unsere Hauptziele sind:

• Förderung und Verbesserung der sozialen Inklusion von Menschen mit Down-Syndrom und anderen kognitiven Beeinträchtigungen durch ein spezielles, adaptiertes Karate Training

• Verbesserung der körperlichen Fitness (motorische und kognitive Fähigkeiten sowie Koordination)

• Verbesserte Teilhabe an Aktivitäten des täglichen Lebens durch das inklusive Karate-Training

• Spezifische Ausbildung von Trainer/-innen, um das sportliche Angebot für Menschen mit Beeinträchtigungen auszubauen, den Projektansatz zu standardisieren und ihn auch in andere Kontexte und Länder übertragbar und replizierbar zu machen.

Aus epidemiologischer Sicht ist Down-Syndrom die häufigste genetische Besonderheit der Welt. Sie kommt in allen Ländern und bei beiden Geschlechtern vor. Unser Projekt möchte die besondere Rolle des Sports für Menschen mit Down-Syndrom (männliche und weibliche Personen im Alter von 15-40 Jahren) als einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zu einer besser integrierten Gesellschaft nutzen. Das Prinzip „Sport für alle“ soll dadurch erreicht werden, dass mehr Menschen mit Beeinträchtigungen Kampf-Sport ohne Leistungsdruck ausüben. Besonderes Augenmerk legen wir auf die soziale Eingliederung von benachteiligten Gruppen ins Sportgeschehen. Derzeit ist die Ausübung von Kampfsportarten bei Menschen mit Down-Syndrom nur gering verbreitet, wohingegen die positiven Effekte eines solchen Trainings diesen Menschen nützlich sein könnten. IKONS möchte Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung in Kampfsportarten, insbesondere ins Karate, einbeziehen.

Vorteile von Karate

• Karate verbessert die Koordination, das kardiovaskuläre System und die Merkfähigkeit

• Karate führt zu innerer Ruhe und stärkt das Selbstbewusstsein sowie die Selbstwirksamkeit

• Deshalb ist Karate von der WHO als therapeutische Sportart und allgemein als gesundheitsfördernd anerkannt

 

„JEDEN BEHINDERT ETWAS ANDERES, ABER NIEMANDEN BEHINDERT NICHTS.“
Unbekannter Autor

 

Homepage: https://www.ikons-project.eu/home/

Oder hier: Facebook

 

Für den ersten Teil, die Studie (Nachweis der Wirksamkeit des Trainings), werden 12 Personen zwischen 15 – 40 Jahren mit Down-Syndrom gesucht, die 2x in der Woche von September 2019 – Juli 2020 das Training besuchen, Ort und genaue Zeit stehen noch nicht fest. Dieses Training wird kostenlos für die StudienteilnehmerInnen sein. 

 

Am 26.6. von 9 – ca. 11 Uhr gibt es dazu eine Pressekonferenz in Bregenz in der Riedenburg, um die Öffentlichkeit über dieses Projekt zu informieren.

Die Moderation/Leitung der Pressekonferenz wird die Bundesrätin Martina Ess übernehmen. Im Anschluss gibt es noch was zu trinken/Brötchen.

 

Am 5.7. findet im Sunnahof das Sommerfest des Vereins Down-Syndrom Vorarlberg statt, da werden Schnuppertrainings angeboten und mit den Leuten direkt über das Projekt informiert und auch eingeladen.

 

 


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